TüRKEI-URLAUB WIRD FüR DEUTSCHE REISEGRUPPE ZUM ALPTRAUM – BEHINDERTE MENSCHEN EINFACH RAUSGEWORFEN

Auf den Urlaub freut man sich das ganze Jahr über. Im besten Fall sollte er auch in schönster Erinnerung bleiben.

Diesen Plan hatte auch eine Reisegruppe aus Rostock, die einen Aufenthalt in der türkischen Metropole Antalya gebucht hatte. Doch ihr Türkei-Urlaub entpuppte sich kurzerhand als absoluter Alptraum.

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Türkei-Urlaub endet im absoluten Desaster

Nach der Ankunft am Flughafen ging es für die 19-köpfige Truppe mit Menschen mit sogenannten geistigen Behinderungen und insgesamt drei Betreuern weiter in die Unterkunft. Doch beim Check-in im Hotel lief plötzlich alles anders als geplant: Den Urlaubern wurde ein Zettel in die Hand gedrückt, auf dem die Summe der Übernachtungskosten stand. Dabei wurden sage und schreibe 12.000 Euro gefordert.

Der Grund: Die Reisegruppe aus Norddeutschland hatte über ein Reisebüro gebucht, das mit dem inzwischen insolvent gegangenen Reisekonzern FTI kooperierte. Obwohl die Urlauber ihren Beitrag längst geleistet hatten, war die Summe vor Ort offenbar noch offen. „Wir wurden einfach rausgeschmissen wie Obdachlose“, erzählte Matthias Suhraj vom Ambulant betreuten Wohnen Rostock (AbW) gegenüber dem „NDR“.

Reisegruppe übernachtet am türkischen Flughafen

Nicht mal auf einen Kompromiss, eine Nacht im Hotel unterzukommen, konnte sich geeinigt werden. „Kompletter Preis oder gar nicht“, lautete die Aussage des Hotelmanagers. Für Suhraj und seine Kollegen ein absolutes No-Go – immerhin sei auch klar ersichtlich gewesen, dass es sich bei den Urlaubern um eine Gruppe Menschen mit Behinderungen handelte, die unter anderem auch auf Ruhe und ihre entsprechende Medizin angewiesen waren.

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Doch die Tatsache änderte nichts an der Situation. Die Reisegruppe wurde zurück zum Flughafen geschickt, wo die Nacht auf Sitzbänken und teilweise dem Boden verbracht werden musste.

Am darauffolgenden Morgen ging es dann wieder zurück in die Heimat. Ein prägendes Erlebnis, das die Truppe so schnell nicht vergessen wird. Die einzige Hoffnung auf ein Happy End: Möglicherweise werden die Reisekosten noch zurückerstattet – doch die endgültige Entscheidung stehe noch in den Sternen.

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