Die Buchungszahlen für Flüge und Mietwagen in den USA brechen laut neuen Daten deutlich ein – vor allem aus Deutschland und Dänemark. Selbst deutliche Preissenkungen verändern daran nichts
Viele Deutsche haben das Interesse an den USA verloren – zumindest sind die Reisebuchungen stark zurückgegangen. Das zeigen exklusive Zahlen, die das Vergleichsportal Check24 aus über 100 000 Daten für Capital ausgewertet hat. Seit Anfang 2025 sind die Flugbuchungen von Deutschland in die USA um neun Prozent zurückgegangen. Der Wert rangiert deutlich über dem weltweiten Schnitt. Denn laut U.S. Travel Association lagen die internationalen Ankünfte 2025 rund 6,3 Prozent unter dem Vorjahr. Dänemark verzeichnet den stärksten Rückgang – mit 35 Prozent weniger US-Reisen.
Bislang zählten die USA zu den beliebtesten Fernreisezielen der Deutschen. Der Einbruch an Buchungen dürfte auch auf die restriktiven Einreisebeschränkungen der Trump-Regierung zurückzuführen sein. Der Rückzug von Urlaubern und Geschäftsreisenden trifft die Tourismusbranche hart. Viele Anbieter haben deshalb einen Preiskampf losgetreten, um die Anfrage wieder anzukurbeln. Flüge von Deutschland in die USA gibt es mittlerweile für unter 500 Euro. Laut Daten von Check24 sind die Flugticketpreise seit Januar 2025 auf den Transatlantikstrecken in der Economy-Class um drei Prozent gefallen, im Business-Class-Segment um fünf Prozent. Damit setzt sich der US-Markt vom allgemeinen Trend ab: Global sind die Ticketpreise nämlich um neun Prozent gestiegen.
Deutsche bleiben USA trotz Schnäppchen fern
Doch nicht mal Schnäppchen und der aktuell günstige Dollar-Kurs können das Interesse an US-Reisen ankurbeln. Die Kunden aus Deutschland klammern die USA offenbar bereits bei ihren Reiseplanungen aus: Die Suchanfragen sind laut Check24 deutlich zurückgegangen.
Die Abkehr vom US-Markt trifft nicht nur Fluglinien, sondern auch Mietwagenfirmen. Deren Buchungen sind laut Check24 seit Anfang 2025 um 13 Prozent gesunken. Die Autoverleiher haben trotz der Flaute versucht, ihren Umsatz zu retten. Zumindest gingen die Buchungserlöse aus Deutschland nur um elf Prozent zurück. Dass der Umsatz etwas weniger stark gefallen ist, liegt auch an teuren Zusatzleistungen: Angesichts der Hürden bei der Einreise in die USA sind viele Reisende bereit, für die Option kurzfristiger Stornierungen saftige Aufschläge zu zahlen.
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