Ein entspannter Afrika-Urlaub für Sonne, Strand und Meer – so stellt man sich eine solche Reise womöglich vor. Doch für viele britische Touristen endete der Urlaub in einem Albtraum.
Die Inselgruppe Kap Verde, ein beliebtes Ziel für Erholungssuchende auf der Suche nach Wintersonne, steht aktuell im Zentrum einer erschreckenden Gesundheitswarnung. Nun sind sogar mehrere Todesfälle bekannt geworden.
Über 100 Briten klagten nach ihrem Afrika-Urlaub über schwere Durchfallerkrankungen, die auf eine Infektion mit gefährlichen Keimen wie Shigella und Salmonella zurückgeführt werden. Wie die britische Gesundheitsbehörde UKHSA bestätigt, wurden bisher allein 158 Shigella-Fälle seit Oktober registriert, von denen über 70 Prozent direkte Verbindungen zu Reisen nach Kap Verde haben.
Die zuständigen Behörden stehen unter Druck, die Ausbreitung der Infektionen einzudämmen. Für Touristen bestehen jedoch ernsthafte Sorgen. Besonders betroffen sind die bei Urlaubern beliebten Regionen Santa Maria und Boa Vista. Zudem wurden auch 43 Salmonellen-Infektionen in mehreren Clustern auf den Inseln dokumentiert.
Die Berichte sorgen weltweit für Unbehagen. Viele der britischen Urlauber, die aus den Ferien zurückkehrten, leiden noch immer unter den schweren Folgen von Magen-Darm-Infektionen, die durch kontaminierte Speisen und Getränke ausgelöst worden sein sollen. Auch Todesfälle sind laut dem britischen „Mirror“ mittlerweile offiziell bestätigt: Mehrere Menschen starben während oder kurz nach ihrem Afrika-Urlaub.
Dr. Gauri Godbole, Expertin für Lebensmittel- und Magen-Darm-Sicherheit, appelliert nachdrücklich an Reisende, sich gegen die Risiken zu wappnen: „Mit einfachen Vorsichtsmaßnahmen können Familien ihren Afrika-Urlaub genießen und gesund bleiben.“ Dazu zählt regelmäßiges Händewaschen und die strikte Vermeidung von unsicherem Leitungswasser in den betroffenen Regionen.
Die Reiseplattform Travel Health Pro hat ihre Empfehlungen für Kap Verde überarbeitet. Touristen sollten generell nur frisch gekochte Speisen wählen, auf ungewaschene Salate verzichten und selbst geschältes Obst bevorzugen. In Gebieten ohne sauberes Wasser ist ausschließlich Flaschenwasser sicher – auch beim Zähneputzen.
Britische Behörden warnen zudem Menschen mit geschwächter Immunabwehr, vor der Reise Antibiotika bereitzuhalten. Diskussionen über diese verstörenden Vorfälle zeigen, wie wichtig es ist, im Afrika-Urlaub auf Schutzmaßnahmen zu achten, um sich vor Infektionen zu bewahren.
2026-02-15T14:39:06Z